Ich bin jetzt 47 Jahre alt, als Wissenschafter im Bereich Mineraloge und Materialwissenschaften tätig und musste seit meinem 8. Lebensjahr wegen Kurzsichtigkeit eine Brille tragen. Ich stieg gleich mit 2.5 Dioptrien ein, welche sich kontinuierlich auf 7 Dioptrien steigerten. Dazu kam noch eine Hornhautverkrümmung, die das Tragen von Kontaktlinsen zusätzlich kompliziert machte. Mitte 20 fing ich an, Kontaktlinsen zu tragen, vor allem weil ich eine Brille bei sportlichen Betätigungen wie Laufen, Schifahren, Tauchen etc. als störend empfand. Auch bei häufigen beruflichen Aufenthalten im Gebirge, Wüste usw. war die Brille nicht gerade hilfreich. Meine harten Kontaktlinsen vertrug ich im Großen und Ganzen recht gut, trotzdem empfand ich sie immer als Fremdkörper und nach 12-stündiger Tragezeit waren die Augen auch recht gerötet, vor allem natürlich in staubigen und rauchigen Umgebungen.
An Augenoperationen mittels Laser zur Behebung der Kurzsichtigkeit war ich schon lange interessiert, hatte bis dato aber noch nicht die finanziellen Möglichkeiten und den Mut dazu gehabt. Schließlich bedarf es einiger Überwindung, ein bis auf die Fehlsichtigkeit gesundes Auge einer Operation unterziehen zu lassen, mit dem wenn auch sehr geringem Risiko eines Fehlschlages und im Extremfall sogar einer Erblindung. Außerdem gab es einige nicht sehr seriöse Anbieter z.B. in Russland und die inländischen Anbieter wie die Grazer Augenklinik rieten mir damals davon ab. Schließlich hörte ich von der Operation nach der Super-Lasik Methode, die von Professor Zirm mitentwickelt und betrieben wurde und beschloss, seine Ordination in Wien zu besuchen.
Bei den umfangreichen und zeitaufwändigen Voruntersuchungen und beratenden Gesprächen stand fest, dass eine Operation bei mir mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich verlaufen und mit einem geringen Risiko verbunden sein würde. Da ich inzwischen auch recht gut verdiente und Rücklagen hatte, waren auch die relativ hohen Kosten von einigen Tausend Euro kein Hindernis mehr. Ein kleiner Tipp: von einer Zusatzversicherung, z.B. Privatarzt von Uniqa, werden einige Kosten für Behandlung und Medikamente übernommen. Die Krankenkasse zahlt leider kaum etwas.
Im Dezember 2002 schließlich wurde ich operiert. Einige Stunden vor der Operation bekam ich verschiedene Augentropfen zur Betäubung. Bei der Operation musste ich mich auf einen Tisch legen, dann wurde der Schnitt gemacht, bei dem ein kleiner Hornhautlappen angeschnitten und weggeklappt wird, anschließend wird gelasert. Schmerzen verspürte ich dabei keine, natürlich ist das Gerät für den Hornhautschnitt unangenehm auf dem Auge. Beim Lasern soll man möglichst ruhig in einen gelben Punkt schauen. An die Dauer der Operation kann ich mich nicht mehr so genau erinnern, ich schätze, es waren eine bis eineinhalb Stunden. Anschließend ruhte ich in der Ordination noch etwas aus und konnte dann schon die Augen öffnen. Ich sah auch schon etwas, allerdings noch sehr verschwommen und unklar. Für die Nacht und gegen die Schmerzen bekam ich noch Augentropfen mit und wurde dann entlassen, für den nächsten Tag war eine Kontrolle vorgesehen.
Über Nacht musste ich noch eine Woche lang Kunststoffschalen über den Augen tragen, um die frisch operierten Augen nicht im Schlaf unbewusst zu reiben. Die Schmerzen in der Nacht waren nicht so schlimm, ich kam sogar mit meinen homöopathischen Arnikakugeln ohne Augentropfen aus und schlief halbwegs gut.
Die Nachkontrolle am nächsten Tag verlief sehr zufriedenstellend, alles war gut verlaufen. Mein Sehvermögen war auch schon deutlich besser als noch am Abend zuvor, es dauerte allerdings noch eine Woche, bis sich die volle Sehschärfe einstellte. Anfangs ertappte ich mich in der Früh beim gewohnten Griff zur Brille am Nachtkästchen, schließlich hatte ich sie ja fast drei Jahrzehnte täglich getragen. Aber ich gewöhnte mich schnell an das Leben ohne Sehhilfe. Meine Augen waren abends nicht mehr so gereizt von den Kontaktlinsen und sind auch nicht empfindlicher gegen Blendung in der Nacht, was als mögliche Nebenwirkung angegeben wird.
Heute (2013) verfüge ich immer noch über ausgezeichnete Sehkraft, auf einem Auge erreiche ich 100%, auf dem anderen sogar 120%. In der Nähe wird zwar manchmal, vor allem abends, das Lesen schon anstrengender, was aber normale Alterssichtigkeit ist und angeblich bei jedem Menschen ab 40 auftritt. Irgendwann werde ich wahrscheinlich eine Lesebrille brauchen. Dennoch habe ich die Operation nie bereut und genieße das freie Gefühl ohne Brille oder Kontaktlinse. Die sorgfältige Untersuchung, die nette Art von Professor Zirm und sein persönlicher Umgangston, auch bei den jährlichen Nachkontrollen, gefallen mir sehr gut, die früher teilweise sehr langen Wartezeiten haben sich inzwischen deutlich gebessert.

Ich hoffe, mit diesem Bericht einen kleinen Einblick in meine Erlebnisse bei der Laserbehandlung gegen Kurzsichtigkeit und anderen Patienten damit eine kleine Entscheidungshilfe gegeben zu haben.

 

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