Träume ich oder bin ich wach!

Wo ist meine Brille? Sehe ich mit beiden Augen gleich gut? Ist meine Sehleistung auch wirklich gleich geblieben? Solche Fragen haben mich die letzten 10 Jahre beschäftigt.

Am 1. bzw.3. August 2000 wurde ich von Hrn. Prof. Zirm an beiden Augen operiert. Er hat mir künstliche Linsen implantiert. Meine Sehleistung war ziemlich schlecht. Mit 9 und 9,25 Dioptrien ist man ohne Sehhilfe ziemlich hilflos. Die Kontaktlinsen sind nicht immer verträglich. Mit der dicken Brille wird man von den Mitmenschen sowieso als Behinderter eingestuft. Durch Zufall erzählte mir mein Sitznachbar bei einem Kurs von Hrn. Prof. Zirm und seinen Fähigkeiten von wegen Sehen ohne Brille. Ich brauchte nicht lange überlegen und meldete mich sogleich zu einem Informationsgespräch in Wien an. 2 Monate später sollte es bereits soweit sein. Zugegeben der letzte Schritt zur Bereitschaft sich operieren zu lassen ist nicht wirklich leicht. Die Angst, dass etwas schief gehen könnte ist groß. Wie etwa, was ist wenn ich nachher noch schlechter sehe oder so ähnlich… Außerdem, wer lässt sich schon gerne ins gesunde Auge schneiden… Obwohl es jetzt schon fast 11 Jahre her ist, kann ich mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre. Ich war der 3 Patient an diesem besagten Montag und musste deshalb eine Zeitlang warten. Die Nervosität hielt sich in Grenzen. Aber als ich am Bildschirm die Operation von einer Patientin mitverfolgte war die Angst spurlos verschwunden Als ich sah, mit welch einer Sicherheit und Professionalität Hr. Prof. Zirm agierte, wusste ich, dass nichts schief gehen könnte. Am nächsten Tag nahm man mir den Verband ab und nach einer kurzen Gewöhnungszeit, ein paar Minuten, konnte ich plötzlich sehen. Unfassbar ich konnte tatsächlich sehen ohne Brille!!!! Die Zeitung im Wartezimmer, die Werbetafel auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wie aus Zauberhand konnte ich alles lesen. Ohne zu Übertreiben war dies einer der schönsten Momente in meinem Leben. Ich weinte vor Freude und konnte es gar nicht glauben, dass ich von nun an ohne Sehbehelf auskommen sollte. Besonders möchte ich noch hervorheben, dass ich zu keinem Zeitpunkt Schmerzen verspürte. In meinen Träumen habe ich noch lange meine Brille gesucht. Auch am Morgen oder im Badezimmer suchte ich instinktiv nach meiner Brille. Aber an die schönen Dinge des Lebens gewöhnt man sich bekanntlich recht schnell. Anfang März war ich wieder einmal bei einem Kontrollbesuch bei Hrn. Professor in seiner Praxis in Wien. Meine Sehleistung ist konstant gleich geblieben und ich brauche nach wie vor keine Brille. Meine Sorge, dass sich meine Sehkraft verändert, ist bei weitem nicht mehr so groß, wie noch vor einigen Jahren. Außerdem soll die Alterweitsichtigkeit bei Artisan Linsenträgern um einiges später eintreten als bei anderen Menschen.

Ich hoffe mit meiner Erfahrung betroffenen Patienten helfen zu können. Schlussendlich muss jeder die Entscheidung für sich selbst treffen aber eines kann ich mit Bestimmtheit sagen, bei Professor Zirm und seinem Team sind sie in den allerbesten Händen.

Gerlinde Pflanzl 13.März 2011 J

 

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