Als Kind in der Volksschule war ich bereits mit Kurzsichtigkeit „gesegnet“.
Mit 7 Jahren bekam ich meine erste Brille und ich habe sie immer gehasst.
Die Augen verschlechterten sich von jahr zu Jahr bis ich mit 18 bereits 13 Dioptrien ( rechts) und 8,5 Dioptrien (links) hatte.
Da man in der Pubertät, wo man sich ohnehin nicht leiden kann,  nicht mit Aschenbecher im Gesicht rumlaufen möchte,bin ich auf Kontaktlinsen umgestiegen.
Das ist einige Jahre gut gegangen. Im Laufe der Zeit habe ich aber immer öfter Bindehautentzündungen bekommen. Da mußte der “ Aschenbecher“ wieder her.
Eine Arbeitskollegin hat mir dann von Prof. Zirm und seinen Erfolgen erzählt.
Ich habe mich darauf hin schlau gemacht um herauszufinden wer denn dieser Professor Zirm überhaupt ist.
Nachdem ich durch zahlreiche Zeitungsartikel und sonstige Informationen überzeugt war mich in gute Hände zu begeben, machte ich mir einen Termin in Innsbruck aus.
Mein Wunsch war es meine Augen einer LASIK-Behandlung zu unterziehen.
Meine Augen wurden untersucht und vermessen und als mir Professor Zirm  dann mitteilte, dass eine LASIK bei mir keinen Sinn mache, da ich beidseitigen Keratokonus habe, ist eine Welt für mich zusammengebrochen.
Meine ganze Hoffnung, ohne Sehhilfe leben zu können ,war dahin. Es sollte wohl nicht sein.
Doch Professor Zirm erzählte mir von der Möglichkeit der Linsenimplantate, ARTISAN genannt. Er erklärte mir anhand eines Augenmodells wie diese Operation gemacht wird. Das wars. Ich wollte diese ARTISAN Linsen.
Nachdem ich mit 28 Jahren das erste Mal erfuhr, dass ich einen Keratokonus hatte und ausgiebigst geduldig und für mich verständlich über die Op aufgeklärt wurde, wußte ich, nur hier kann man mir helfen.
Doch jetzt mußte ich noch einige Monate geduldig sein und warten bis meine Linsen angefertigt wurden.
Im August 2000 war es dann soweit. In Begleitung meines Lebensgefährten fuhr ich nach Innsbruck um den Eingriff vornehmen zu lassen.
Da ich noch nie operiert wurde und jetzt auch noch am Auge, war ich schon sehr nervös.
Am Abend vor der Op gehen einem alle möglichen Gedanken durch den Kopf (und es sind keine angenehmen).
Als ich dann in der Klinik war, wurde ich von den Mitarbeitern sehr freundlich und ruhig auf die Op vorbereitet.
Die Medikamente nahmen mir die Angst und Nervosität und als ich dann operiert wurde spürte ich nicht eine Sekunde irgendeine Art von Schmerz.
Der Professor plauderte mit mir und die Op wurde ins Wartezimmer übertragen, wo mein Freund jeden Handgriff mitverfolgen konnte.

Am nächsten Tag durfte ich die Augenbinde abnehmen und das erste Mal seit über 30 Jahren konnte ich alles sehen. Es war wirklich (wie) ein Wunder.

2 Tage später kam das linke Auge an die Reihe. Ebenfalls ohne Schmerz, immer den ruhigen Plauderton des Professors im Ohr.

Nach insgesamt 4 Tagen fuhr ich mit einem neuen Leben nach Hause.
Ich las meinem Freund alles vor, was mir, im wahrsten Sinn des Wortes vor die Linsen kam.

Heute haben wir das Jahr 2011 und ich lebe seit 11 Jahren mit diesen Linsen und ich kann mir absolut nicht vorstellen, wie es ohne sie sein soll. Will ich auch gar nicht.

Wer wirklich massive Sehprobleme hat, weiß , was für ein unglaublich schönes Gefühl es ist, aufzuwachen und sehen zu können. Ohne erst nach einer Brille suchen zu müssen .
Da ich sehr viel Reise, kommen mir die implantierten Linsen sehr zu Gute.
Meine Hauptdestination ist Afrika, wo die ärztliche Versorgung bekanntlich nicht ausreichend ist und selbst unter diesen zum Teil schwierigen Bedingungen  hatte ich bis jetzt noch nie Probleme mit meinen Augen.

Einmal jährlich gehe ich zu meiner Kontrolle und freue mich, wenn der Professor sagt: “ Die Linsen sind so schön. Es ist alles in Ordnung.“

Die Lebensqualität die ich durch das Wissen des Professors und in Folge durch die Operation bekommen habe, ist wirklich von unschätzbarem Wert.
ich fühle mich  in der Klinik  immer von allen Mitarbeitern bestens umsorgt und verwöhnt.

Liebe Grüße
Alexa Obsieger

 

 

One Response to Erfahrungsbericht von Alexa Obsieger nach der Implantation einer Artisan-Linse

  1. admin sagt:

    Es ist schon einige Zeit her, dass ich meinen Erfahrungsbericht geschrieben habe und 16 Jahre ist es her, dass ich meine Artisan-Op hatte.
    Meine Leidenschaft sind Reisen nach Afrika.
    Wenn ich die Menschen hier sehe, wie sie ohne Sehhilfe leben müssen oder wegen eigentlich heilbarer Krankheiten erblinden, wird mir das grosse Glück bewusst welches ich habe in einem Land zu leben, wo ich die Möglichkeiten eines guten Augenarztes habe.
    Ohne die Artisanlinse und der geschulten Hände die sie eingesetzt haben, könnte ich die Schönheit Afrikas nicht mehr sehen.
    Daher schicke ich heute keine Bilder von mir sondern Eindrücke die mir auf meinen Reisen begegnen.

    Alles Liebe
    Alexa Obsieger