Seit meiner Kindheit bin ich fehlsichtig und seit meiner Jugend habe ich viele Jahre Kontaktlinsen getragen. Dies allerdings mit zunehmenden Problemen wegen einer Konjunktivitis Sicca (trockene Augen). Zuletzt habe ich während doch fast zehn Jahren nahezu ausschließlich Brille getragen – und das hat mich immer mehr gestört. Das Problem war weniger die Eitelkeit sondern die Tatsache, dass für mich meine Brille ein Handikap war, die Einschränkung meines Gesichtsfeldes eine Tatsache, die ich nicht mehr einfach akzeptieren wollte. Die Entscheidung zur Operation war weniger eine rein rationale sondern auch eine emotionale Entscheidung.

Im Frühling 2006 hat Herr Prof. Zirm meine Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit 4.5 Dioptrie und Astigmatismus) mittels in die Vorderkammer eingesetzte Artisan Linsen korrigiert. Seither brauche ich keine Brille mehr. Bis heute genieße ich sehr bewusst, dass ich morgens aufwache und sofort was sehe, dass ich laufen, schwimmen, schnorcheln, saunieren… kann einfach ohne.

Die Operation selbst war  aufregend, ich hatte natürlich diverse Ängste, Befürchtungen, aber es ist alles gut gegangen. Allerdings hatte ich dann einige Monate lang mit optischen Nebenwirkungen zu kämpfen. Ich hatte diese sogenannten „Halos“, in schummriger Beleuchtung, im Kino, Theater, in der Dämmerung beim Autofahren hab ich Lichtkreise um Objekte gesehen (Halos im Internet eingeben und man weiß wovon ich spreche). Das war für mich wirklich störend, ich hab befürchtet, das würde so bleiben. Aber das war nicht so, es hat sich gebessert, sehr leicht hab ich das allerdings manchmal bis heute.

Mein Resümee ist klar, ich würde es wieder tun. Allerdings würde ich eine operative Korrektur der Fehlsichtigkeit nur dann empfehlen, wenn Kontaktlinsen keine befriedigende Option mehr sind. Nur dann ist, denke ich die Motivation, der Leidensdruck groß genug, um auch mit potentiellen Schwierigkeiten umgehen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Maria kofler

 

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