Meine Augenoperationen sind jetzt 2 Wochen her. Ich bin also noch in der Anfangsphase und finde es sehr spannend wie sich fast täglich etwas verändert.

Das tollste ist der erste Augenaufschlag in der Früh, wenn ich reflexartig zur Brille greife und dann realisiere… ich sehe was – ohne Brille. In die Ferne habe ich jetzt schon 100% Sehleistung, etwas das ich seit meiner Volksschulzeit nicht mehr hatte. Mit 8 Dioptrien, Astigmatismus und Keratokonus sah ich ohne Kontaktlinsen oder Brille nur mehr bunte Flecken. Das ist jetzt vorbei!

Vor der Op habe ich mich sehr gefürchtet, aber das war gar nicht notwendig. Obwohl ich wach war und ich glaube auch alles getan habe was ich sollte, rauf- runter- linksschauen, hab ich nicht sehr viele Erinnerungen, war durch das Medikament angenehm ruhiggestellt. Erst gegen Ende, beim Befestigen der Linse spürte ich einen leichten Druck. An dem Tag hab ich dann noch viel geschlafen und am nächsten Tag mit Spannung den Verband herunter genommen bekommen…. Und ein bißl unscharf aber schärfer als gedacht gesehen. Bei der 2. Op war ich erst am späten Vormittag dran und das Warten war unangenehmer (nüchtern und nervös) aber auch da ist alles gut gegangen.

In der Nähe war es in diesen ersten 2 Wochen schwierig, am Anfang konnte ich gar nichts lesen und habe mit Schreibhilfe sehr eigenartige sms aus dem Aufwachraum geschickt, nach ungefähr einer Woche konnte ich mit Lesebrille lesen und habe mich also damit abgefunden. (In meinem Alter- 47) Nun bin ich wieder eine Woche weiter und das Zeitunglesen geht ohne Probleme ohne Brille, nur ganz klein gedruckte Texte sind noch ein Problem. Zwischen Weitensehen und Nahe ist noch ein Bereich von einem Meter in dem ich etwas unscharf sehe.

Seit ein paar Tagen sehe ich am Abend, wenn das Licht von der Seite kommt Lichtreflexe, aber ich glaube das wird wieder vergehen.

Ich bin zuversichtlich und halte mich genau an Eintropf- Nur-spaziern-gehen sonst-kein-Sport und Nichts-heben-Vorschriften und natürlich trage ich meine coole Schutzbrille.

Ich freu mich aufs Schwimmen in einem Monat, auf Sport und was mir am meisten abgeht ist das „Augenribbeln“ das tue ich normalerweise und darf es jetzt sicher ein Jahr nicht. Ich merke erst jetzt wie stark diese Gewohnheit ist und wie stark ich mich zurückhalten muss.

Vielen Dank für die gute Betreuung, das Weckerl beim Aufwachen, die Assistentin, die mich ins Hotel gebracht hat und das Plaudern vor und während der Op. Danke für den Humor.

Liebe Grüße

Christine Vestjens-Meller

 

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