Schon seit ich ca 8 Jahre alt bin musste ich Sehhilfen, zuerst eine Brille, später Kontaktlinsen tragen. Dies wurde mir zunehmend unangenehm. Aufgrund der hohen Fehlsichtigkeit von 9 und 10 Dioptrien kam „lasern“ für mich nicht mehr in Frage. Aufgrund einer Empfehlung eines Arbeitskollegen entschied ich mich für die Privatklinik Prof. Zirm und möchte gerne ein wenig genauer den Ablauf der Operation selbst schildern. Die Organisation davor war ausgezeichnet, aber ein wenig nervös war ich schon am Tag der Operation. Bei Jemanden der den Ablauf in einem OP nicht kennt, kann dies schon ein mulmiges Gefühl verursachen. Nach mehrmaligem Eintropfen und der Einnahme von einem Beruhigungsmittel bekam ich einen OP Kittel und Haube und durfte hinein. Im OP setzt man sich auf einen Stuhl und wird nach hinten geklappt. Das überraschendste für mich war, dass außer dem einen Auge, das operiert werden sollte alles andere mit einem Plastikumhang abgedeckt wird (und dieser auch rund um das Auge ein wenig festgeklebt wird). Der Sauerstoffgehalt wird am Finger gemessen, allerdings habe ich die Situation schon ein wenig beengt empfunden. Menschen mit leichter Klaustrophobie würde ich empfehlen dies jedenfalls vorher anzusprechen. Ich war außerdem ein wenig verschnupft, wodurch die Situation noch ein wenig unangenehmer wurde. Wer glaubt es wäre schwierig das Auge ruhig zu halten, den kann ich beruhigen, mein Auge fühlte sich an wie eingerastet und es war eher schwierig dieses auf Anweisung zu bewegen. Dann hörte ich noch eigenartiges „Zischen“ immer wenn mein Auge eingetropft wurde und fragte mich zuerst ob die Tropfen auf meinem Auge verdampfen würden. Tatsächlich hat es sich nur um das Geräusch des Absaugers gehandelt, welcher eben dem Auge die überlaufende Flüssigkeit absaugt (und diese tritt natürlich immer dann auf wenn das Auge eintropft wird). Auch davor dass man selbst zuviel sehen würde kann ich beruhigen, da Herr Prof. Zirm hinter dem Kopf des Patienten steht und von dort aus operiert befinden sich alle Gerätschaften außerhalb des Sichtfeldes. Du OP selbst dauerte gefühlt maximal 30 Minuten wenn überhaupt. Und am Mittwoch bei der OP des zweiten Auges war ich schon viel entspannter. Schmerzen hatte ich zu keiner Zeit. Während der OP kann man das Gefühl mit jenem beim Zahnarzt – wenn alles gut betäubt ist, aber man trotzdem spürt dass jemand an den Zähnen arbeitet – vergleichen. Nach Verbandsabnahme konnte ich schon nach einigen Tagen ganz in Ordnung sehen. Richtig gut (fürs Autofahren und für die PC-Arbeit war die Sicht nach 2 Wochen). Mittlerweise sehe ich ganz ausgezeichnet und habe auch in der Nacht keine Probleme (Prof. Zirm hatte zwar gemeint, dass es sein könne, dass meine Pupille in der Nacht über die Linse hinausgeht und ich bei Lichtern Strahlen sehen könnte. Dies ist ganz leicht der Fall, allerdings so wenig, dass ich nicht eintropfen muss und es mich auch gar nicht stört. Wenn ich am Abend nach Hause gehe ist es so wie auf einem gut geschossenen Foto auf dem man einige Strahlen der Straßenlaternen erkennen kann.

Ich wünsche allen die sich trauen viel Glück mit der Methode und kann diese und das Team der Zirm Privatklinik wie viele andere nur wärmstens empfehlen!

Alles Liebe
Monika Ö.

 

Comments are closed.