Die neuen Farben und Details beim Reisen – einfach toll, jetzt alles ganz genau sehen zu können! J

Ja…die Kurzsichtigkeit – die liegt bei uns in der Familie.
Studium, Lehrberuf, viel Korrigieren und Lernen im schlechten künstlichen Licht hinterlassen auch Spuren; kurzum: nachdem ich, 29, mich seit meinem 12 Lebensjahr mit Kontaktlinsen und Brillen herumgequält hatte, fasst ich den endgültigen Entschluss, mich operieren zu lassen.

Dr. Zirm hat schon meine Mama vor 15 Jahren sowie meinen Bruder vor 5 Jahren erfolgreich behandelt. Für mich kamen daher sowieso NUR Herr Zirm und sein Team in Frage.
Herr Zirm riet mir zur Einpflanzung einer Artisan Linse, da ich aufgrund meiner erblichen Vorbelastung einfach kurzsichtig bleiben werde. Höchstwahrscheinlich verschlechtert sich meine Sehkraft trotz Linse, aber man kann die Artisan Linse tauschen – bei einer Laser OP ist dies nicht möglich. Ich hatte bis zum Sommer stabile Werte von -5 Dioptrien links und -7 rechts. Durch den doch relativ großen Unterschied zwischen links und rechts waren leichtes Schielen bei Müdigkeit, sowie oftmaliges, einseitiges Kopfweh relativ häufige Begleiter. Trockene Augen, das Kratzen der Kontaktlinsen, das eingeschränkte Sichtfeld beim Tragen der Brille – all dies hat mich bei meinem Entschluss, mich operieren zu lassen, immer wieder motiviert.
Nach dem Vermessen und Feststellen der genauen Kurzsichtigkeit von Dr. Zirms Optikerin in der Annagasse erfolgte das Einführungs- bzw. Aufklärungsgespräch mit Hr. Zirm. Er ist ein sehr humorvoller, feiner Mensch, der sich viel Zeit für seine Patientinnen und Patienten nimmt. Man sollte daher mindestens 1 – 2 Stunden an Wartezeit einplanen und sich entsprechend Zeit für den Termin nehmen.
Die OP erfolgte dann im Augenzentrum Innsbruck. MO OP rechtes Auge, DI Pause bzw. Nachkontrolle, MI OP linkes Auge, DO Nachkontrolle von beiden Augen, FR letzte Nachkontrolle. Die OP an sich dauert mit allem drum und dran (Sedierung, Anziehen der OP Kleidung, Augenklammer setzen, eintropfen, usw.) ca. 35-40 Minuten. Danach darf man sich noch für 2 Stunden in einem eigenen Ruheraum ausrasten – der gelegte Venenzugang bleibt noch drinnen, für den Fall, dass man Antibiotika spritzen muss.
Bei mir ging alles schmerzlos und ohne Komplikationen über die Bühne. Ich sah die ganze OP Woche lang sehr verschwommen und brauchte ca. 2 Wochen, um mich zu erholen. Für mich war es wichtig, eine Schutzbrille zu tragen – entweder meine eigene Brille mit Fenstergläsern oder eine Sonnenbrille.
Ca. 6 Wochen nach der OP folgte das Fäden ziehen in Wien à war auch kein Thema und schmerzfrei, man spürt nur bzw. sieht nur, wie das Sichtfeld „verschwimmt“, wenn der Faden entfernt wird.
Nach der OP im Juli konnte im Dezember 2013 meine endgültige Sehfähigkeit vermessen werden: rechts 100% und links 120%. J J J

Alle, die NICHT kurzsichtig sind, können sich dieses Gefühl nicht vorstellen. Ich wache jeden Tag auf und denke mir, ich kann es noch gar nicht glauben. Ich sehe Details in der Natur oder von Bauwerken, die mir vorher noch nie aufgefallen wären bzw. die ich auch trotz Kontaktlinsen nie gesehen hätte. Ich erkenne deutliche Ränder bzw. scharfe Kanten, mir kommt sogar vor, als ob ich Farben genauer definieren könnte. Kurzum: die Verbesserung der Lebensqualität steigt enorm! Und ich würde diese OP auf jeden Fall nochmal machen und sie weiterempfehlen.

Anbei ein herzliches Dankeschön an das wunderbare Team von Dr. Zirm in Innsbruck und Wien! Kompetente, freundliche MitarbeiterInnen und Hr. Zirm selbst sind so unglaublich wertschätzend und glänzen durch ausgezeichnete Betreuung. DANKE!

Persönliche Anmerkung:
Es ist KEINE leichte Entscheidung, sich „unters Messer“ zu legen – weder finanziell, noch geistig.
Es IST ein Eingriff, den man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte – auf jeden Fall mindestens 2 Wochen Urlaub einplanen.
Meine größte Angst war es, blind zu werden – Herr Zirm versicherte mir jedoch, dass dies nur dann vorkommen kann, wenn Keime ins Auge kommen und dies würde er zu verhindern wissen. J
Ich finde, man sollte auch das für und wider genauestens abwägen.
* KANN ich mir die OP leisten? (mit Vor- und Nachuntersuchungen, sowie Kontrolluntersuchungen und den Kosten für die OP/Anästhesie kommt man im Schnitt auf ca. 7000-8000€, dazu kommen noch Kosten für das Zimmer und die Fahrt nach Innsbruck, weil nur dort operiert wird.)
* Wer kann mich zur OP begleiten? – meiner Meinung nach braucht man auf jeden Fall jemand zweiten dabei, vor allem wenn man sich beide Augen operieren lässt.
* Wie geht es MIR geistig damit? Für mich war die OP doch ein Einschnitt in meinem Leben, wenn auch ein positiver und gut gelungener.

Ich habe mir für meinen Entschluss über ein Jahr Zeit genommen und muss sagen, dass ich es nicht bereut habe. J

Budapest

 

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