Mein Erfahrungsbericht zu meiner Artisan Implantation:

Ich kann es selber fast nicht glauben, aber: Ich habe ein neues Leben angefangen! Vor mittlerweile fünf Monaten habe ich mir Artisan Linsen einsetzen lassen. Die Entscheidung dazu ist in meinem Kopf schon vor vielen Jahren gefallen – sich dann aber tatsächlich dazu durchzuringen, ist nochmals eine ganz andere Sache! Meine Ausgangssituation: Kurzsichtigkeit (seit ich 7 bin) mit ca. 4 Dioptrien links und etwas über 5 rechts.

Auf Empfehlung bin ich im Frühjahr 2013 nach Innsbruck in die Privatklinik Zirm zum ersten Beratungsgespräch gefahren. Hierbei wurde gleich festgestellt, dass Lasern bei mir nicht möglich und daher nur eine Artisan Linse in Frage kommt. Wunderbar, genau das was ich immer wollte bzw. wovon ich immer geredet habe! Denn Lasern wäre für mich „vom Gefühl her“ (beim Lasern wird vom Auge etwas „weggenommen“) nicht in Frage gekommen. Für mich war immer schon klar, dass nur das „Linsen einsetzen“ in Frage kommt. Das erste Gespräch mit Prof. Zirm hat dann auch gleich gut über eine Stunde gedauert. Bis alle meine Fragen beantwortet waren, hat eben doch Zeit gebraucht! Ausführliche Antworten ohne Beschönigungen oder Sonstiges, einfach nur Fakten. Somit war mir nach dem Gespräch aber auch klar, warum ich länger warten musste. Ich hatte das Gefühl, dass sich Prof. Zirm für jeden Patienten die entsprechende Zeit nimmt, Fragen mit viel Geduld beantwortet und auch alles entsprechend detailliert erklärt. Ein sehr gutes Gefühl!

Aufgrund meines sehr guten Bauchgefühles nach diesem Gespräch, habe ich mich dann entschlossen, auf eine zweite Meinung zu verzichten und Prof. Zirm und seinem Urteil zu vertrauen.

Anfang Oktober war es dann soweit. Die bestellte Linse war viel schneller da, als gedacht und somit fand ich mich kurz darauf auf dem OP-Tisch wieder. Wie fühlt man sich denn vor der Operation? Nervös! Aufgeregt! Und natürlich stellte ich mir die Frage: Auf was hab ich mich da denn eingelassen??? Die Anspannung und Nervosität hatten sich aber sehr schnell durch Beruhigungstabletten, aber auch durch die wunderbare Betreuung des ganzen Teams, gebessert.

Die erste OP habe ich fast komplett verschlafen, manchmal kamen Anweisungen von wegen runter schauen oder so. Schmerzen hatte ich überhaupt keine und nach 45 Minuten bin ich mit einem Verband am Auge wieder aufgewacht, um gleich noch eine Runde weiterzuschlafen. Danach brachte mir eine der Damen etwas zu Essen und zu Trinken, daran hätte ich in meiner Aufregung überhaupt nicht gedacht, etwas mit zu nehmen! Ich fühlte mich die ganze Zeit einfach nur gut aufgehoben. Immer wieder hat mal jemand nach mir geschaut, ob ich vielleicht doch etwas brauche? Ganz wichtig und angenehm war aber auch, dass die ganze Zeit im Haus kein Weg alleine zu gehen war. Immer wurde ich von jemandem begleitet und an die nächste Person „weitergegeben“.

Am nächsten Tag dann den Verband abnehmen: Leider hat ein Faden gespannt, so dass ich auf dem rechten Auge erst nach zwei Wochen (und einem später gezogenen Faden), gut sehen konnte. Die OP des zweiten Auges gleich im Anschluss – gleich schnell, gleich unkompliziert wie am Tag zuvor.

Nochmals Kontrolle am nächsten Tag, Verband runter und: glasklares Sehen auf dem linken Auge! So gut habe ich mit meinen Kontaktlinsen noch gar nie gesehen. Die nächste Woche habe ich dann damit verbracht, meinen Medikamentenrausch auszuschlafen, zwischendrin eintropfen und weiterschlafen. Ein bisschen Kopfweh die ersten Tage und das wars, ansonsten keine weiteren Schmerzen. Die Narkose hat mich sehr mitgenommen, ich war glücklich darüber noch eine zweite Woche nicht auf die Arbeit zu müssen. Diese Empfehlung von Prof. Zirm war für mich goldwert! Die zweite Woche war ich dann damit beschäftigt, mich an ein neues Lebensgefühl zu gewöhnen. Links glasklares Sehen, rechts immer noch ziemlich verschwommen, aber schon definitiv besser als „vorher“ ohne Sehhilfe. Am ersten Tag nach der OP noch das leichte Gefühl eines Fremdkörpers und danach nichts mehr. Als ob es immer schon so gewesen wäre!

Bei der Nachkontrolle zwei Wochen später wurde dann am rechten Auge ein „ziehender“ Faden entfernt. Die Sehleistung hat sich dadurch innerhalb von ein paar Tagen nochmals deutlich verbessert. Die restlichen Fäden wurden dann einen Monat nach der OP gezogen. Am rechten Auge hat es sich dann nochmals verbessert. Bei der aktuellen Kontrolle (ca. vier Monate nach der OP) wurde mir gesagt, dass ich mit beiden Augen zusammen über 100% Sehleistung habe, auf dem linken Auge paßt es dioptrienmäßig perfekt, das rechte Auge hat eine fehlende Dioptrienzahl von 0,5.

Eine kleine Umstellung war für mich, dass in der Nacht die Straßenlaternen bzw. Lichter manchmal einen „Strahlenkranz“ aufweisen, dies stört aber nur geringfügig. Auch sind schnelle Hell/Dunkelkontraste (zum Beispiel mit dem Auto bei Sonnenschein in einen Tunnel fahren) etwas schwierig und es dauert einen Moment, bis ich wieder komplett scharf sehe. Dies ist aber nicht immer der Fall, auch damit lässt es sich somit gut leben.

Nun gibt es Menschen, die mich fragen: Jetzt hast du so einen Haufen Geld ausgegeben und jetzt passt es nicht perfekt? Bist du da nicht enttäuscht?

NEIN, ganz eindeutig bin ich nicht enttäuscht!! Denn es geht nicht darum, ob es „ganz perfekt mit den Dioptrien paßt“, es geht um andere Dinge:

Nämlich, dass man auf einmal beim Schwimmen gehen nicht mehr schauen muss, dass ja kein Wasser in die Augen kommt und die Kontaktlinse eventuell weg sein könnte. Hat man dann auch für den Fall immer eine Ersatzsehhilfe dabei? Man muss nicht mehr überlegen, wo man die Brille denn zuletzt hingelegt hat – weil sehen tut man sie ja nicht… Es darf bei Aktivitäten in der Natur windig und staubig sein, soviel es will, und es ist egal, wenn man Staub oder sonstiges in die Augen bekommt. Für mich aber das absolut beste und das große (erreichte) Ziel: Ich kann den Wecker beim Aufwachen (egal ob es hell oder dunkel im Schlafzimmer ist!) erkennen!

Jeder Brillen- bzw. Kontaktlinsenträger wird meine obigen Aufzählungen beliebig fortsetzen können, denn es sind genau diese Dinge, die eines ausmachen: LEBENSQUALITÄT!

Diese habe ich durch eine wirklich gute Entscheidung in meinem Leben bedeutend verbessern können. Schade ist, dass ich mich nicht schon früher dazu durchringen konnte, aber lieber später als nie!

VIELEN, VIELEN DANK daher nochmals an das gesamte Team der Privatklinik in Innsbruck für die ausgezeichnete Beratung und Betreuung! Würde ich nochmals vor dieser Entscheidung stehen, würde ich mich auf jeden Fall nochmals dafür entscheiden!

 

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