Seit ich mich erinnern kann, war ich kurzsichtig. Mit 12 Jahren wurde ich endlich von der großen, schweren Brille befreit und bekam Kontaktlinsen, die mir in den nächsten 30 Jahren beste Dienste leisteten.

Aufgrund einer starken Hornhautverkrümmung trug ich nur harte Linsen – als ich vor 25 Jahren nach Innsbruck zog, stieß ich damit aber an meine Grenzen. Immer, wenn der Föhn oder ein stärkerer Wind blies, dauerte es keine zwei Minuten, bis mir ein Staubkorn unter die Linse geweht war – jeder Linsenträger weiß, wie sehr das schmerzt. Herausreiben funktionierte nur selten, und so wurde es bald schon „normal“, dass ich mich in irgendeine Hausecke verdrückte, mein Mann sich vor mich stellte, um den Wind abzuschirmen und ich die Linse herausnahm. Nun ist in solchen Situationen nur selten ein Waschbecken in der Nähe – es bleibt einem nichts anderes übrig, als die Linse abzulecken, jeden Gedanken an Hygiene zu verdrängen und die Linse wieder einzusetzen.

Das waren die Momente, in denen ich mich extrem beeinträchtigt fühlte, ich habe es immer öfter vermieden, bei Wind überhaupt aus dem Haus zu gehen. Auch beim Schwimmen war ich oft sehr frustriert – ich liebe nichts mehr, als mit dem Kopf unter Wasser zu schwimmen. Als Jugendliche habe ich das noch öfter mit stark zusammengekniffenen Augen versucht, irgendwann wurde aber die Angst, eine Linse zu verlieren, größer und ich hörte damit auf. Vermisst habe ich es immer.

Aber trotzdem bin ich dankbar, dass ich die Linsen immer gut vertragen habe. Durch die Hornhautverkrümmung haben meine Ersatzbrillen nie funktioniert, ich sah immer verbogen und verzogen, auch nach -zig maliger Anpassung. Die resignierte Feststellung der Optiker und Ärzte lautete: „Damit müssen Sie leben.“

Vor 2 Jahren begann ich dann, Probleme mit trockenen Augen zu entwickeln. Ich arbeite viel am PC und war erschrocken, wie schnell eine Verschlechterung eintrat und auch künstliche Tränen nicht mehr halfen. Ich musste immer öfter die Linsen herausnehmen und auf die Brille umsteigen, mit der ich wiederum kaum etwas sah – es war deprimierend.

Zu dieser Zeit stieß ich auf Prof. Zirms Homepage und die Artisanlinsen – von einer Laserkorrektur hatte man mir schon vorher aufgrund der starken Sehschwäche (9 und 10 Dioptrien) abgeraten. Anfangs grübelte ich noch, ob ich bei so einer OP nicht vor Angst sterben würde, vereinbarte dann aber einen Infotermin bei Dr. Koch. Mein Mann war dabei, nachher waren wir ganz baff über die Möglichkeiten, die diese OP bieten würde, und auch über die Freundlichkeit aller, auf die wir bei diesem Termin getroffen waren. Nach einem weiteren Termin bei Prof. Zirm war dann klar: Das mache ich!

Über die OP selbst wurde hier schon alles geschrieben – es ist alles halb so schlimm und geht schnell vorbei! Nach 2 Wochen begannen die Nähte im linken Auge zu schmerzen, was mich in helle Aufregung versetzte – man braucht halt ein bisschen Geduld, was mir auch Prof. Zirm erklärte. Also, tief durchatmen und positiv denken! Das rechte Auge war vom 1. Tag an perfekt, das linke mit der stärkeren Hornhautverkrümmung zierte sich ein bisschen. Es war aber interessant zu beobachten, wie in diesem Auge die Sehkraft einmal besser, dann wieder schlechter wurde – aber nicht störend, weil das andere Auge ja schon wie bei einem Adler funktionierte.

Auch die Blendungseffekte (Halos) tauchten im linken Auge auf, ich ließ mich davon aber nicht stören, weil ich wusste, sie würden irgendwann wieder weggehen – und so war es auch, nach ca. drei Monaten war auch der letzte Halo verschwunden. Jetzt, fast ein Jahr nach der OP, habe ich am linken Auge eine Sehkraft von knapp 100%, am rechten 120% – und ich könnte nicht glücklicher sein!

Es ist eben ein Prozess, der sich ein Weilchen hinzieht – aber das, was man in dieser Zeit schon an Glücksgefühlen erlebt, ist unbeschreiblich! Alleine schon, nicht mehr ständig mit den Kontaktlinsen rumfummeln zu müssen, morgens die Augen aufzuschlagen und scharf und klar zu sehen… Vor allem diese Klarheit fasziniert mich immer noch – mit Kontaktlinsen scheint man im Vergleich dazu durch eine Art feinen Schleier zu sehen, der jetzt gelüftet wurde! Mein Lieblingshobby wurde ganz schnell „Schauen“ – einfach nur dazusitzen und meine Umgebung, die Natur, anzuschauen. Die Farben sind intensiver, die Klarheit unfassbar, die Schärfe besser als je zuvor – ich kann nach fast einem Jahr immer noch nicht genug davon bekommen!

Als ich das erste Mal bei einem Föhnsturm aus dem Haus ging, streckte ich mein Gesicht mit weit aufgerissenen Augen gegen den Wind – nichts! Keine Schmerzen, kein Verschwinden im Hauseingang – Freiheit! Und dann das erste Mal, als ich im Hallenbad mit geöffneten Augen untertauchte – diese Freude kann ich kaum beschreiben! Man kann mit Einschränkungen schon leben, wenn man es muss – aber wenn diese Einschränkungen plötzlich weg sind, dann macht sich ein so schönes, tiefes Gefühl der Freiheit und des Glücks breit.

Meine Lebensqualität hat sich dank Prof. Zirm um ein Vielfaches gesteigert. Jeden Tag freue ich mich und lasse nicht zu, dass eine Selbstverständlichkeit eintritt – ich erinnere mich bewusst an das Vorher und genieße das Jetzt. Ich bin Prof. Zirm, seinem Team und auch meinem Mann zutiefst dankbar, dass es sie gibt und sie es möglich gemacht haben, dass auch ich die Welt endlich in ihrer ganzen Schönheit, Schärfe und Klarheit sehen kann.

 

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